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Patientenverfügung von

Name  
Vorname  
Geburtsdatum  
Straße  
PLZ u. Ort  

Für den Fall, dass ich nicht mehr in der Lage sein sollte, meine Angelegenheiten selbst zu regeln, verfüge ich in voller Kenntnis über den Inhalt und die Tragweite meines hier geäußerten Willens wie folgt:

1. Solange eine Aussicht auf Heilung besteht oder eine Behandlung chronischer oder schwerer Krankheiten möglich ist, die mir wieder Lebensfreude und Lebensqualität ermöglichen kann, so wünsche ich ärztlichen und pflegerischen Beistand unter Ausschöpfung aller angemessenen medizinischen Möglichkeiten. Dies beinhaltet auch die Behandlung mit neuen Methoden und Medikamenten, die noch in der klinischen Erprobung sind. Auch fremde Gewebe und Organe werden von mir akzeptiert.

2. Wenn ich

  • mich aber unabwendbar im Endstadium einer tödlich verlaufenden Krankheit oder im Sterbeprozess befinde,
  • geistig so verwirrt bin, dass ich nicht mehr weiß, wer ich bin, wo ich bin, und meine nächsten Angehörigen und Freunde nicht mehr erkennen kann oder 
  • über längere Zeit bewusstlos bin und nur eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass ich das Bewusstsein wieder erlange,

so wünsche ich, dass nichts mehr gegen den natürlichen Verlauf des Sterbeprozesses unternommen wird. Weil ich weiß, dass alles Leben einen Anfang und ein Ende hat, wünsche ich, dass dieser natürliche Sterbeprozess und unheilbare, zum Tode führende Krankheiten im Endstadium akzeptiert werden. Ich wünsche eine Unterlassung von Versuchen zur Wiederbelebung, das Unterlassen künstlicher Ernährung durch eine Sonde oder über die Vene, es sei denn, dass diese bei der medikamentösen Behandlung von Schmerzen und Beschwerden hilfreich ist.

Ich wünsche menschliche und medizinische Begleitung, insbesondere menschenwürdige Unterbringung und Zuwendung, Mund- und Körperpflege sowie das Stillen von Hunger und Durst. Außerdem wünsche ich meine letzten Tage in einer mir vertrauten Umgebung zu verbringen, soweit dieses mit guter medizinischer Versorgung vereinbar ist.

Ich wünsche aber ausdrücklich, dass in dieser Situation alle Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie ausgeschöpft werden, so dass ich ohne körperlichen Schmerzen sein kann. Es soll eine wirksame Behandlung von Zuständen wie Atemnot, Schmerzen, Angst, Übelkeit, Depressionen und Schlaflosigkeit erfolgen, auch wenn ich durch die Behandlung müde und schläfrig werde, starke Betäubungsmittel erforderlich sind, durch die ich das Bewusstsein verliere, oder wenn durch die Behandlung unbeabsichtigt die mir noch verbleibende Lebensspanne verkürzt wird.

3. Solange kein von mir oder meinem Bevollmächtigter akzeptierter und aktualisierter Behandlungsplan vorliegt, sollen die in dieser Verfügung festgeschriebenen Forderungen und Wünsche entsprechend in Situationen übertragen werden, die hier nicht ausdrücklich angesprochen sind.

Mit einer Obduktion zur Befundsklärung bin ich einverstanden, ebenso auch mit einer Organentnahme.

Sollte ein Betreuer für mich bestellt werden, so ordne ich an, dass dieser meinen hier geäußerten Wünschen nach § 1901 II BGB zu entsprechen hat. Die vorstehende Regelung gilt als Betreuungsverfügung.

Die in dieser Verfügung getroffenen Entscheidungen erfolgten nach reiflicher Überlegung. Sie beruhen auf meinen grundsätzlichen Werten und Wünschen zur Frage des Behandlungsabbruchs.

Ich bitte meine behandelnden Ärzte, diese vorstehende Verfügung als verbindlich zu behandeln und entsprechend meinem Willen vorzugehen. Sie sollen sich nicht an dem orientieren, was medizinisch und technisch machbar ist oder was andere Menschen oder was sie selbst in vergleichbaren Situationen für richtig halten.

Alle bisher von mir verfassten Patientenverfügungen werden hiermit aufgehoben.

Ort/Datum: ....................................................

Unterschrift: ..................................................

 

Nachstehende Zeugen bestätigen, dass ich die Verfügung im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte verfasst habe. Sie haben vor meiner Unterzeichnung ein ausführlich Gespräch mit mir geführt und sich davon überzeugen können, dass es sich um einen tatsächlichen Willen handelt.

Name 1. Zeuge  
Vorname  
Geburtsdatum  
Straße  
PLZ u. Ort  
Name 2. Zeuge  
Vorname  
Geburtsdatum  
Straße  
PLZ u. Ort  

 

Unterschrift des 1. Zeugen: ............................................ 

Unterschrift des 2. Zeugen:..............................................


Anmerkungen zur Patientenverfügung:

1. Das vorstehende Beispiel einer Patientenverfügung sollte auch als Beispiel betrachtet werden. Nicht alles, was in der Verfügung enthalten ist, ist für die Wirksamkeit unbedingt notwendig. Anderes könnte je nach Fallkonstellation hinzugesetzt werden. In jedem Falle sollte einer derartigen Regelung eine juristische Beratung vorausgehen.

2. Eine solche Verfügung sollte sicher aufgehoben werden. Eine einfache Möglichkeit besteht darin, nicht nur ein Original, sondern mehrere gleichlautende Originale zu haben, die an verschiedenen Orten aufgehoben werden sollten.

3. Die Verfügung sollte regelmäßig, mindestens alle fünf Jahre eine Überprüfung unterzogen werden. Durch die Datierung kann jeweils festgestellt werden, welche Regelung gilt, wenn nicht alle alten Verfügungen zurückgeholt werden konnten.  


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Stand: 17. January 2012